Aktuelles

König? „Mach doch!“

14.01.2013

Lippstädter Schützen feiern mit Martin und Stephanie Tack ausgelassenen Ball

 

Lippstadt  n  Im „Westfalenlied“ besingen die Lippstädter Schützen stets ihre Frauen. Mit ihnen haben sie viel zu besprechen. Was sie am seltensten aus dem Munde ihrer Holden hören: „Mach doch!“ Und zwar auf die Anmerkung am Morgen des Schützenfestmontags hin: „Ich könnte doch dieses Jahr mal König des Lippstädter Schützenvereins werden.“

So plauderte König Martin Tack am Samstag beim Winterball in der Bellevue über das Eheleben einer Majestät. In einer launigen Ansprache, die die rund 400 Gäste immer wieder lauthals lachen ließ, umgarnte er charmant seine Frau und Königin Stephanie. An ein Geschenk hatte er ebenfalls gedacht. „Natürlich habe ich auch einen Blumenstrauß besorgt“, teilte der Tischler mit. „Praktischerweise wohnen wir ja zusammen. Deshalb habe ich den gleich zu Hause gelassen und auf den Tisch gestellt.“

Nicht nur mit dieser Rede setzte der König einen heiteren Akzent. Dass es ein ausgelassenes Fest werden würde, zeigte sich schon beim Einmarsch. Jubel brandete auf, als die Majestäten mit ihrem Gefolge zu „Land of Hope and Glory“ die Schützenhalle betraten. Illuminierte Säulen aus dunklem Holz verliehen dem Saal eine dezente Eleganz. Und ein Banner über dem Thron verkündete die Losung der Nacht: „Ich freu’ mich!“

Das Schützenwesen sei für den König eben „keine lästige Pflicht, sondern das reinste Vergnügen“, lobte Oberst Toni Rösch. „Du, meine Königin, hast alles richtig gemacht“, stellte Adjutant Carsten Falkenstein in der Damenrede fest. Lippstadt verspreche ein „Happy-End in Endlosschleife“. Beide Geschlechter nahmen sich für den Rest des Abends gewiss den Hinweis von Bürgermeister Christof Sommer zu Herzen: dass am Sonntag nach dem Ball mal kein Neujahrsempfang sei und sich niemand um 11 Uhr ins Theater quälen müsse.

Quelle: Zeitungsverlag Der Patriot GmbH http://www.DerPatriot.de

 

Auf dem Papier spitze

23.04.2012
Der Lippstädter Schützenverein (LSV) beansprucht für sich die Spitzenposition: Wie Rendant Klaus Daccache am Freitag bei der Generalversammlung im Hotel Lippe-Residenz vermeldete, verfügte der Verein zu diesem Zeitpunkt über 1063 Mitglieder. „Meines Wissens sind wir momentan der größte Schützenverein in der Stadt Lippstadt“, sagte Daccache. Der Süden jedenfalls ist überflügelt: Lange Jahre hatte er weit über 1000 Schützen in seinen Reihen, derzeit sind es gerade noch 1005. Dicht auf den Fersen sind dem LSV die Lipperoder Schützen: Sie verfügten zum Jahresende über 1056 Mitglieder - soviel hatte der LSV bei der Frühjahrsversammlung letztes Jahr.

In den Jubel der Versammlung über diese Zahl mischten sich indes auch kritische Töne. Thronoffizier Peter Cosack packte die Schützen bei der Ehre: „Es ist ein absolutes Trauerspiel, wie der Lippstädter Schützenverein sich bei den Festen anderer Vereine darstellt.“ Die geringe Beteiligung bei Ausmärschen sei eine „Schande“, beklagte Cosack. „Das tut uns allen gut, nicht nur die dummen Bunken zu sein.“

Auch Oberst Toni Rösch appellierte an die Mitglieder: „Es kann nicht sein, dass wir auf dem Papier die stärksten und bei Veranstaltungen unter ‘ferner liefen’ zu finden sind.“ Daraus zog Rösch den Schluss: „Wir müssen uns nach außen öffnen. Es soll nicht immer heißen: Die Bunken feiern für sich.“

Zugleich wertete der Oberst den hohen Mitgliederstand als Zeichen, auf dem richtigen Weg zu sein. Den will der Verein ab dem nächsten Schützenfest mit einem neuen Festwirt fortsetzen. Man habe sich für einen heimischen Wirt entschieden, teilte Rendant Daccache mit. Dieser habe auch einige Verbesserungsvorschläge für das Fest eingebracht. Der Vertrag laufe über ein Jahr, jedoch mit der Option, auf drei Jahre zu verlängern.

Bis zum Schützenfest will der Verein auch seine gute Stube noch herausputzen. Wie Major Klaus Fürstenberg mitteilte, seien inzwischen neue Fenster in der Schützenhalle montiert worden. In den nächsten neun Wochen solle auch noch ein Innenanstrich her. Darüber hinaus seien auf dem Festplatz an der Bellevue diverse Pflasterarbeiten vorgesehen. Die Dach- und Deckenerneuerung sei erst Anfang 2013 geplant.

Derweil ist der Verein auch auf dem Weg, das nötige Kapital für diese Maßnahme anzuhäufen. Wie der Rendant in seinem Kassenbericht darlegte, habe man im vergangenen Jahr einen Gewinn im niedrigen fünfstelligen Bereich erwirtschaftet - allerdings nur dank eines hohen Spendenaufkommens.

Einstimmig bestätigt hat die Versammlung Major Fürstenberg in seinem Amt. Im letzten Herbst war er von den Deputierten mit anderen Offizieren schon en bloc gewählt worden - was das Amtsgericht Paderborn bei der Eintragung ins Vereinsregister beanstandet hatte. Deshalb stand er nun noch einmal einzeln zur Wahl. Chef-Deputierter Dr. Gisbert Kley „heilte“ den Fehler auf seine Weise: „Dank der Rechtspflegerin kriegt ihr jetzt ‘ne Runde von mir.“

Quelle: Zeitungsverlag Der Patriot GmbH • Hansastraße 2 • 59557 Lippstadt • Postfach 2350/2360 • Tel.: (02941) 201-00 • Fax (02941) 201-297


 

Im Fuchsbau wird’s heimelig

16.01.2012
Was für viele spät endete, begann auch für alle bereits ziemlich spät. Beinahe wäre man geneigt gewesen, „Lass geh’n, Kapelle!“ zu rufen, denn König Thomas Linhoff sowie die Prinzen Klaus Wittmers und Dirk Selzener gehören alle der gleichnamigen Combo an. Doch dann stimmte das Blasorchester Hellinghausen um fünf vor halb neun endlich „Des Großen Kurfürsten Reitermarsch“ an und Linhoff führte seine junge Königin Britta Bödefeld in die festlich geschmückte Schützenhalle an der Bellevue.

Über 400 Gäste (als ältester Ehrenmajor Friedrich Gerke mit 96 Jahren) feierten dort am Samstag den Winterball des Lippstädter Schützenvereins. Wie ein Jagdschloss kam der Saal daher: Vielender zierten die Wände, Nicht-ganz-so-viel-Ender glitzerten silbern auf den Tischen, Mini-Hirsche fassten die Kerzen auf dem Thron ein. Die Halle selbst war klassisch in den Schützenfarben Grün und Weiß gehalten. Nur in der Longdrinkbar „Zum Fuchsbau“, ausgelegt mit Rindenmulch, wurde es heimelig.

Dort werde der König wohl manchen Jägermeister noch zum „Ober-Jägermeister“ befördern, sagte Oberst Toni Rösch vorher. Wie der Vereinschef verglich Linhoff das Schützenwesen mit seiner zweiten Leidenschaft, der Jagd. Diese sei „Lebensfreude und gelebte Tradition“, sie diene im Sinne der Nachhaltigkeit den Mitgeschöpfen und Mitmenschen.

„Ein Kerl wie ein Baum“ sei Linhoff, befand Bürgermeister Christof Sommer. „Endlich mal ein König auf Augenhöhe, mit dem ich mich unterhalten kann, ohne dass ich Nackenschmerzen bekomme!“

Nur einer trübte die Pracht für einen Augenblick. In seiner Damenrede mäanderte Königsadjutant Alexander Lüer zunächst durch einige chauvinistische Pointen, um den Frauen schließlich doch noch ein uneingeschränktes Lob auszusprechen: Sie allein könnten ein Treffen grünberockter Männer „in einer baufälligen Schützenhalle“ in eine „rauschende Ballnacht“ verwandeln. Dafür dankten ihm die Männer und auch die Frauen mit stehendem Beifall.

Quelle: Zeitungsverlag Der Patriot GmbH • Hansastraße 2 • 59557 Lippstadt • Postfach 2350/2360 • Tel.: (02941) 201-00 • Fax (02941) 201-297


 

Dank Paddel-Gaudi Urlaub für bedürftige Kinder

28.12.2011
Es war eine Riesengaudi, die nun auch noch dem guten Zweck dient: Das Lippstädter Pappboot-Rennen lockte auch bei der zweiten Auflage im Mai zahlreiche Besucher zum Kanu-Parcours an der Burgmühle. Bei der Jux-Veranstaltung hatten 79 Teams um die Plätze gekämpft, Hunderte Zuschauer feierten die Sieger. Gewonnen haben aber auch hilfsbedürftige Kinder in Lippstadt. Den Erlös der Veranstaltung in Höhe von 1000 Euro spendete die „Fahne“ des Lippstädter Schützenvereins jetzt dem Jugendamt Lippstadt. Das Geld soll den Angaben zufolge als Zuschuss für Kinder verwendet werden, „die sonst keine Chancen zur Teilnahme an Ferienfreizeiten hätten“. Auf dem Foto überreichen Rolf Hillebrand, Manfred Kruse (Fahnenkommandeur) und Sebastian Fischer (v.l.) den Spendenscheck an die Leiterin des Jugendamtes, Helga Rolf.

 

Dankmesse mit schwungvollen Märschen

11.10.2011
Im an Traditionen nicht armen Schützenwesen ist die Schützenmesse zum Abschluss der Saison eine der beliebtesten - dabei zählt sie zu den jüngsten. Rund 900 Christen dankten am Samstag in der Nicolaikirche in Lippstadt für die Feste der zurückliegenden Monate. Die Bänke waren einschließlich Kreuzkapelle bis auf den letzten Platz gefüllt, hinterm Mittelschiff standen die Gläubigen in mehreren Reihen, einige waren auch auf die Orgelempore gestiegen, als etwa 50 Fahnenabordnungen des Kreisschützenbundes in das Gotteshaus einzogen.

Seit der Premiere 2005 hat sich die Messe gewiss zur bestbesuchten im Kirchenjahr entwickelt. Gott fordere die Menschen auf, ihr Leben zu ändern, aber er habe sich ihnen auch zugewandt, „damit wir leben und das Leben genießen lernen", sagte Pastor Karl-Heinz Peter. Das drückte sich in überwiegend schwungvoll-festlichen Beiträgen des Musikvereins Bad Westernkotten wie dem Marsch der Medici oder dem Marsch Fridericus Rex aus. Beim Colonel-Bogey-March zum Gloria war Pfeifen erwünscht.

 

Schützen tun der Stadt gut

27.06.2011

Lippstadt - Der Nordosten war an diesem Wochenende das Mekka des Schützenwesens. Samstag und Sonntag feierten die Lipperoder. Am Freitag traf sich der Stadtschützenring in der Bellevue zu seinem Sommerfest. 15 von 19 Mitgliedsvereinen waren der Einladung des Lippstädter Schützenvereins gefolgt, der zurzeit die Geschäfte der Dachvereinigung führt. Unter den rund 500 Gästen in der Schützenhalle und dem angrenzenden Zelt konnte Oberst Toni Rösch auch Bürgermeister Christof Sommer, die Landtagsabgeordnete Marlies Stotz und den ersten Schützen der Region, Kreisoberst Bernhard Adams, begrüßen.

Der Bürgermeister nutzte die Anwesenheit so vieler Repräsentanten, um das Schützenwesen insgesamt zu würdigen. „Diese Schützenvereine tun unserer Stadt gut. Vielen Dank für Ihre Arbeit!“, sagte Christof Sommer in einem Grußwort. Sie seien nicht nur „Garant für den Erhalt des Brauchtums“, sondern leisteten auch ihren Beitrag, um in den Orten zu integrieren.

Zu den Klängen des Tambourcorps des Lippstädter Schützenvereins und der Feuerwehrkapelle Lippling waren zu Beginn des offiziellen Teils die Traditionsfahnen des Gastgebers in die Schützenhalle einmarschiert. Ihnen folgten die Majestäten Simon Brenzinger und Laura Ferone an der Seite ihres Adjutanten Dr. Forusan Madjlessi mitsamt ihrem Hofstaat.

Brenzinger erinnerte daran, dass zum letzten Mal 1993 das Fest des Stadtschützenrings in der Bellevue stattgefunden habe. Er betrachte diesen Abend als den „Auftakt zum großen Finale“ seiner Regentschaft. Das läuteten die Majestäten und Abordnungen aller Vereine sogleich mit einer Polonaise auf dem Schützenplatz ein.


 

An der Bellevue zusammen feiern

11.04.2011

Lippstädter Schützenverein organisiert gemeinsames Fest des Stadtschützenrings

Lippstadt- Für ihn war es eine Premiere: Oberst Toni Rösch, der neue erste Vorsitzende des Lippstädter Schützenvereins, leitete zum ersten Mal eine Generalversammlung. Und das mit Erfolg: Ebenso zügig wie charmant absolvierte er die Regularien der Tagesordnung.

Zufrieden zeigten sich die Schützen im vollbesetzten Saal des Hotels Lippe-Residenz auch über die Vereinsbilanz, die Rendant Klaus Daccache ausführlich darlegte. In seinem Aufgabenspektrum erhält der Rendant künftig Unterstützung durch Hauptmann Eckhard Dönne in der neu geschaffenen Position eines Schriftführers.

Als ersten Höhepunkt in seiner neuen Amtszeit wertete Toni Rösch den glanzvollen deutsch-italienischen Winterball. Unter dem Motto „La dolce vita“ konnte das amtierende Königspaar Laura Ferone und Simon Brenzinger rund 400 Gäste willkommen heißen.

Aufgrund der guten Resonanz wird auch in diesem Jahr wieder das beliebte Pappbootrennen am 27. und 28. Mai stattfinden. Fahnenkommandeur Manfred Kruse verkündete in diesem Zusammenhang den Rekord von bereits 73 angemeldeten Booten. Eine Prämierung des kreativsten Bootes sei am Freitagabend vorgesehen, während der Samstagabend mit Musik ausklingen soll, informierte Kruse.

Schon jetzt freut sich Oberst Toni Rösch auf den 24. Juni: An diesem Tag wird der Lippstädter Schützenverein nämlich das gemeinsame Schützenfest des Stadtschützenrings auf seinem Festplatz an der Bellevue ausrichten.

600 Schützen aus 19 Vereinen erwartet

Aus den 19 angeschlossenen Vereinen erwarte er eine Beteiligung von rund 600 Schützen. Nach Festende sei Eile mit dem Aufräumen geboten, denn bereits am nächsten Abend sei die Halle für eine Abi-Fete des Ostendorf-Gymnasiums vergeben, informierte der Oberst. Und nur einen Tag später geht es bei den Schützen bereits weiter mit der Vogeltaufe und dem Vorexerzieren auf dem Schützenplatz, bevor traditionell am 1. Juliwochenende vom 2. bis 4. Juli das eigene große Sommerfest an der Bellevue gefeiert wird.

Im Übrigen will der Vorstand ein Konzept erarbeiten, den Schützenplatz in Zukunft attraktiver zu gestalten, hieß es auf der Generalversammlung. Im Rahmen der Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten sollen die teils maroden Fenster der Schützenhalle im Herbst erneuert werden, informierte Major Klaus Fürstenberg von der Deputiertenversammlung. Auch eine Dachsanierung sei geplant, ergänzte der Oberst.


 

„Das Gebabbel lern’ ich nicht!“

10.01.2011

Königspaar „mit Migrationshintergrund“: Lippstädter Schützenverein feiert mit rund 400 Gästen in der Festhalle an der Bellevue rauschenden deutsch-italienischen Winterball

„La Dolce Vita“ verkündete die Eintrittskarte, eine Anspielung auf den gleichnamigen Filmklassiker von Federico Fellini. Statt Marcello Mastroianni blickte lässig Simon Brenzinger vom Plakat, und statt der kühlen Blonden Anita Ekberg tanzte feurig Laura Ferone durch die Nacht.

Das Königspaar des Lippstädter Schützenvereins (LSV) hatte damit nicht zu viel versprochen: Mit rund 400 Gästen in der vollbesetzten Festhalle an der Bellevue feierten Brenzinger und Ferone am Samstagabend einen rauschenden deutsch-italienischen Winterball.

Schon bei der Ankunft in der grünen Bellevue strahlten zwei gewaltige Film-Scheinwerfer weiß die kahlen Baumkronen an, deren Reflektionen milde die Pfützen vor der Halle illuminierten. Ein roter Teppich führte die Gäste in die mit weißen Stoffbahnen ausgekleidete Halle. Rote und grüne Scheinwerfer setzten auch dort farbliche Akzente.

Italienische Landesfarben? Nordrhein-westfälische? Im „Venedig Westfalens“ (Oberst Toni Rösch) dürfte das zweirangig sein. Der LSV sei eben ein „vorbildlicher Integrations-Schützenverein“, lobte Bürgermeister Christof Sommer. Schon in den 1980er Jahren habe mit Aida Campo eine „Königin mit Migrationshintergrund“ regiert, erst kürzlich amtierte mit Anne Ferkinghoff eine Niederländerin. Damals hatte Sommer versucht, sie in ihrer Muttersprache zu grüßen. Und nun? Schon wieder ein fremde Sprache? „Auch wenn unser König Simon ein Immigrant aus Rheinland-Pfalz ist: Das pfälzische Gebabbel lern’ ich nicht!“, betonte Sommer. „Aber Glückwunsch, dass du eine gebürtige Lippstädterin als Königin an deiner Seite hast."

Deren italienische Wurzeln setzten sich bei der Musik durch: Zu Klassikern von Toto Cutugno oder Zucchero war die Tanzfläche sogleich voll. „Das süße Leben“ kostete der König richtig aus. „Süß schmeckt sie, die Regentschaft“, sagte Brenzinger.  

Quelle: Zeitungsverlag Der Patriot GmbH http://www.derpatriot.de


 

Rösch folgt Linhoff nach

21.11.2010

 

Feierfreude trifft Tradition

16.03.2010

Lippstädter Schützen stimmen sich mit Königsball aufs Hochfest ein. Regentenpaar Philip Quante und Sarah Schütte stehen im Mittelpunkt

Mit dem Königsball haben sich die Lippstädter Schützen am Wochenende schon einmal ausgiebig auf die Schützenfestsaison und insbesondere auf das eigene Schützenfest im Juli eingestimmt.

Der Schützenverein versammelte sich zu diesem Anlass traditionsgemäß im festlich geschmückten Saal der Schützenhalle an der Bellevue. In diesem festlichen Rahmen kam jetzt auch der selbst gebaute und schon im Norden erprobte Thron in den eigenen Reihen zur Geltung.

Im Mittelpunkt des Königsballs stand das Regentenpaar Philip Quante und Sarah Schütte samt den Damen und Herren des Hofstaats. Schützenkönig Philip Quante hofft, mit seinem verhältnismäßig jungen Hofstaat eine gesunde Mischung aus jugendlicher Feierfreude und alt bewährter Tradition zu kreieren. Dabei konnte er sich bisher immer auf die Unterstützung seiner Kompanie und vieler anderer Lippstädter Schützen verlassen.

Die „Lounge-Band“ war übrigens zum ersten Mal in Lippstadt zu Gast. Die professionellen Musiker aus Köln lieferten mit der musikalischen Gestaltung ihren Beitrag zum gelungenen Königsball.   


 

Halbes Jahrhundert dabei

09.03.2010

Lippstädter Schützenverein ehrt 50 Jubilare beim traditionellen Pfefferpothast-Essen. Interims-Oberst Hubertus Linnhoff wirbt für Frühlingsfest am kommenden Samstag

Draußen ungemütlicher Schneesturm, drinnen urgemütliche Kerzenschein-Atmosphäre: Das schmucke Ambiente im historischen Metzgeramtshaus bot eine ideale Kulisse für die alljährliche Jubilarehrung des Lippstädter Schützenvereins, verbunden mit dem traditionellen Pfefferpothast-Essen, das in diesem Jahr turnusmäßig von der zweiten Kompanie ausgerichtet wurde.

Major Klaus Fürstenberg informierte die Gäste in seiner Begrüßungsansprache über die neueste Entwicklung im Vorstand. Nach dem plötzlichen Tod von Oberst Michael Girke habe sich Ehrenoberst Hubertus Linnhoff bereit erklärt, die vakante Führungsposition bis zu den nächsten Vorstandswahlen kommissarisch zu übernehmen. Der Interims-Oberst warb für das Frühlingsfest, das als Ersatz für den aufgrund des Todesfalls abgesagten Winterball am kommenden Samstag, 13. März, ab 20 Uhr im Schützenhaus an der Bellevue stattfinden wird. Das Fest wird vom amtierenden Königspaar Philip Quante und Sarah Schütte eröffnet.

Insgesamt 50 Jubilare wurden an diesem Abend für ihre langjährige Vereinstreue geehrt. 25 Jahre dabei sind: Michael Alers, Karl Bannert, Felix Bergschneider, Georg Böer, Hans-Gerd Hesper, Ulrich Pütt, Sigvard Rinke, Merten Thurmann, Carsten Tollwerth, Jürgen Knepper, Gunnar Krause, Dominique Lahme, Lothar Lengacher, Thomas Schlösser, Manfred Schröder, Günter Sommerkamp, Josef Coehsmeier, Michael Disse, Markus Duhme, Hans Chr.Fennenkötter. Seit 40 Jahren Mitglied sind: Theo Beumer, Dieter Beumer, Franz-Josef Böhmer, Friedhelm Brennecke, Ulrich Goeckede, Karl-Josef Heine, Heinrich Knaup, Heinrich-Karl Knoop, Jürgen Diehl.

Für 50 Jahre Mitgliedschaft zum Verein wurden geehrt: Berndt-Jürgen Brenken, Hermann Fürstenberg, Werner Timmermann, Dr.Michael Laumanns, Hubertus Linnhoff, Heribert Schäfer, Heinz Schnieder, Meinolf Schweins, Günter Dierse, Albert Eickhoff. Für 60-jährige Vereinstreue stehen Wilhelm Borberg, Gerhard Brülle, Friedrich Gerke, Günter Harlinghausen, Heino Jungeblodt, Karl-Heinz Mertens, Herbert Kröning, Friedhelm Lahme, Franz-Heinrich Schmidt, Heinrich Schmidt und Heinz Schreckenberg.   


 

Bewegender Abschied

22.01.2010

Trauerfeier zum Tod von Michael Girke im voll besetzten Stadttheater. „Wir werden mit einem Lächeln an ihn zurückdenken“

LIPPSTADT   Es war eine bewegende Trauerfeier. Und viele seiner Wegbegleiter waren gekommen. Im voll besetzten Stadttheater haben sie gestern morgen Abschied genommen von Michael Girke, dem so früh und so plötzlich verstorbenen Oberst des Lippstädter Schützenvereins (wie berichtet).Was Michael Girke ausgezeichnet hat, wie engagiert er war und wie groß die Lücke ist, die er hinterlassen hat, das kam in den Trauerreden eindrucksvoll zum Ausdruck. Im Namen des Lippstädter Schützenvereins würdigte Gisbert Kley den Verstorbenen. „Wir sind alle tief erschüttert“, sagte er. Und weiter: „Wir werden Dich nicht vergessen.“ Mit einer natürlichen Sicherheit und dem Blick für das Wesentliche habe Michael Girke den Verein hervorragend geführt und mit seiner frohen Gesinnung und seiner Offenheit viele Freunde gewonnen. Kley: „Michael Girke gab Freundschaft und empfing Freundschaft.“
Nur 49 Jahre alt wurde der ehemalige Oberst, dessen Tod trotz der schweren Erkrankung sehr plötzlich kam. „Und viel zu früh“, wie Bürgermeister Christof Sommer betonte. Seine Präsenz, seine Lebensfreude und seine Aktivität seien bis zuletzt spürbar gewesen. Man behalte Michael Girke dankbar in Erinnerung, versprach der Bürgermeister und fügte hinzu: „Wir werden mit einem Lächeln an ihn zurückdenken.“
Schonungslos habe das Schicksal zugeschlagen, sagte der Vinzentiner-Pater Norbert Ensch und erinnerte an ein Zitat von Dietrich Bonhoeffer: „Es gibt nichts, was uns die Abwesenheit eines lieben Menschen ersetzen kann.“ Der Tod Michael Girkes mache fassungslos, so betonte er und richtete den Blick zum Himmel: „Lieber Michael, wir hoffen, dass es Dir jetzt gut geht. Und wirf ein Auge auf uns.“
Zum Schluss der Trauerfeier gab es Deep Purple. Michael Girkes ehemalige Band-Kollegen spielten „Sometimes I feel like Screaming“ („Manchmal habe ich Lust zu schreien“)


 

Trauer um Michael Girke

07.01.2010

Oberst stirbt im Alter von nur 49 Jahren. Lippstädter Schützenverein sagt Winterball ab.

LIPPSTADT   Michael Girke ist tot. Diese traurige Nachricht hat gestern nicht nur die Schützenwelt in Lippstadt erschüttert. Doch dort war der Schock besonders groß: Als Oberst des traditionsreichen Lippstädter Schützenvereins hat Michael Girke dem Schützenwesen große Dienste erwiesen. Viele Jahre lang. Jetzt ist er im Alter von nur 49 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben.Seit November 2000 stand Girke an der Spitze des Lippstädter Schützenvereins. Mit 40 Jahren war er damals einer der jüngsten Obristen in der Vereinsgeschichte. Und schnell war klar, dass das Amt bei ihm in besten Händen war. Souverän, mit klarer Linie, aber auch mit viel Charme, mit Freundlichkeit und Frohsinn hat der Versicherungskaufmann aus Lipperbruch den Verein - der als die wohl älteste bürgerliche Vereinigung in der Stadt gilt - bis zuletzt geführt. Noch Ende November, in der Herbstversammlung, kündigte er die Aktivitäten der Schützen für das 825-jährige Stadtjubiläum an.
Schon als Hauptmann der 4. Kompanie und auch als König (1989/90) machte Michael Girke deutlich, wie sehr ihm der Lippstädter Schützenverein am Herzen lag. Einen der Höhepunkte als Oberst erlebte er 2007. Es war das Jahr, in dem der Verein 475 Jahre alt wurde. Im Festzelt auf dem Marktplatz feierten 1700 Gäste mit den Lippstädter Schützen und tags drauf, beim großen Fest- umzug, marschierten 2400 Schützen aus knapp 30 Vereinen durch die Stadt.
Doch nicht nur Festlichkeiten beschäftigten den Oberst. Er machte sich für Reformen im Verein stark und kümmerte sich um notwendige Baumaßnahmen an der Schützenhalle ebenso wie um Finanzprobleme des Vereins.
Sein Tod reißt eine große Lücke in den Lippstädter Schützenverein. Die Trauer ist groß. Und für Feiern ist derzeit kein Platz. Der Winterball, der am Samstag stattfinden sollte, wurde deshalb abgesagt.
Tiefes Mitgefühl gilt vor allem Girkes Ehefrau Marion und mit ihr den zwei Kindern. Die Trauerfeier findet am Freitag, 15. Januar, um 10.30 Uhr im Stadttheater statt. Anschließend ist die Beisetzung auf dem Hauptfriedhof.


 

Papierboote an der Burgmühle

23.11.2009
Lippstädter Schützen veranstalten Jux-Rennen. Kernstadtvereine feiern gemeinsam Jubiläum. Erhalt der Halle ein Problem: Winterball teurer, Reformen auch fürs Sommerfest angekündigt

Ein abwechslungsreiches Frühjahr steht dem Lippstädter Schützenverein bevor. Das zeichnete sich bereits am Freitag bei der Herbstversammlung im Welcome-Hotel am Lippertor ab, zu der etwa 90 Mitglieder erschienen waren.Wie Oberst Michael Girke mitteilte, werden die Kernstadt-Schützenvereine einen gemeinsamen Beitrag zur 825-Jahr-Feier der Stadt leisten: nämlich ein Kernstadt-Schützenfest am 17. und 18. April an der Südlichen Schützenhalle, Umzug und Königsschießen selbstverständlich eingeschlossen.
Eine weitere Überraschung hatte Fahnenkommandeur Manfred Kruse parat: Die Fahne wolle am 28. und 29. Mai das erste Lippstädter Papierbootrennen veranstalten. Und damit kein Missverständnis aufkam, fügte Kruse sogleich hinzu, er meine Boote „zum Reinsetzen“. Papier, Pappe und Klebestreifen werde die Fahne zur Verfügung stellen. Freitag um 17 Uhr sollten die Mannschaften an der Burgmühle mit dem Bau ihrer Konstruktionen beginnen, Samstag um 14 Uhr sollten sie fertig sein, denn dann würden die Boote am selben Ort zu Wasser gelassen.
Mit einem guten Dutzend Mannschaften rechnet der Fahnenkommandeur, die Kompanien sollten sich genauso beteiligen wie der Thron um König Philip Quante (der am Freitag seinen Hofstaat vorstellte) und das Tambourcorps. Auch die übrigen Kernstadt-Vereine würden eingeladen. Mindestens ein Mann müsse am Ende im Eigenbauboot Platz nehmen, erklärte Kruse, worauf Oberst Girke anordnete: „Jede Kompanie sucht sich jetzt einen Schützen aus, der auf Diät gesetzt wird.“


Maß halten muss der Verein auch in finanzieller Hinsicht. In Vertretung von Rendant Klaus Daccache, der beruflich verhindert war, konfrontierte Girke die Schützen mit einem strukturellen Problem: Weil 2017 die Rentenzahlungen der Stadt für die Überlassung des alten Handwerker-Schützenplatzes zur Erweiterung des Hauptfriedhofes auslaufen, muss der Verein sich darauf vorbereiten, künftig aus dem laufenden Geschäft Halle und Festplatz an der Bellevue zu erhalten. Eine Beitragserhöhung wolle der Vorstand aber dabei ebenso vermeiden wie eine Qualitätsminderung der Veranstaltungen, betonte Girke.
Die ersten Änderungen haben die Deputierten nun für den Winterball beschlossen: Dieser haben bisher mit einem Minus von etwa 1000 Euro in den Büchern gestanden. Auch wenn die neue Band für den nächsten Ball am 9. Januar günstiger sei als die bisherige, genüge das noch nicht, um Rücklagen zu bilden. Daher werde der Eintrittspreis von 12 auf 20 Euro angehoben. Widerspruch aus der Versammlung gab es keinen, sondern stattdessen gleich mehrfach den Zuruf: „Einfach machen, Michael!“ Weitere „ganz konkrete Sachen“ im Hinblick auf das Sommerfest kündigte Girke für die nächste Generalversammlung im Frühjahr an.
Zum Selbstkostenpreis verkauft der Verein indes den Film zum Jubelfest im Jahr 2007, der ab sofort bei den Hauptleuten zu bestellen ist.

Quelle: http://www.DerPatriot.de

 

Philip Quante sichert sich Königswürde des Lippstädter Schützenvereins

10.07.2009
LIPPSTADT   In seiner Freizeit spielt Philip Quante in der „Lass-geh´n-Kapelle“ Trompete, gestern blies der 24-jährige Lippstädter beim Vogelschießen des Lippstädter Schützenvereins zur Attacke auf den Thron. Mit Erfolg: Mit dem 177. Schuss sicherte sich der Versicherungs- und Investmentmakler aus der 1. Kompanie nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Dr. Helmuth Schmücker (3. Kompanie) die Königswürde des Traditionsvereins. Königin ist seine Freundin Sarah Schütte (24).Zehn Grad weniger als am Sonntag, dazu eine stetige Brise - Petrus hatte es gut gemeint mit den mehreren hundert Schützen und Zuschauern, die sich nach der morgendlichen Parade auf dem Rathausplatz gegen Mittag auf dem Festplatz an der Bellevue eingefunden hatten. Da hatten die Kompanien ihre obligatorischen Spiel-und-Spaß-Aktionen wie das Bad im Plantschbecken oder einen Blind-Biertest schon absolviert, wurden etwa Heinrich Giebeler und Wilfried Weddemann, nur mit Schwimm-Bermudas und Schützenhut bekleidet, mit „Du hast die Haare schön“-Gesängen ihrer Schützenbrüder gefeiert.
Um 12.06 Uhr wurde es dann etwas ernster, war es Ex-Königin Anne Koornstra (nach Oranje und Weiß am Wochenende trug sie gestern ein hellblaues Kleid) vorbehalten, den ersten Schuss auf den 15 Meter Luftlinie entfernten Vogel abzufeuern. Danach legten Ex-König Jörg Ferkinghoff und Oberst Michael Girke auf den weißen Aar an, der wie in den Vorjahren aus der Werkstatt von Meinolf Schütte stammte.

Die Insignien waren bereits kurz danach vergeben. Mit dem 15. Schuss sicherte sich Thomas Seeger das Zepter, der Apfel fiel mit dem 31. Schuss und ging an Dieter Rosenthal, und gleich im Anschluss holte Max Keil das Zepter herunter. Den Jux-Titel „Schwanzkönig“ (und eine Drei-Liter-Flasche Lippstädter Bier) führt nun Dr. Forusan Madjlessi, nachdem er das entsprechende Stück Sperrholz zerlegt hatte.
Als dann neben Madjlessi auch die ehemaligen Könige Jochen Wördehoff, Andreas Burger und Peter Mengeringhausen hintereinander zum von Schießhauptmann Toni Rösch betreuten Schießstand gingen, meinte Königsadjutant Uli Pütt, der in gewohnt launiger Manier das Vogelschießen moderierte, dass „nun wohl Kaiserwetter aufgezogen ist“. Doch letztlich war es keiner der Ex-Regenten, der ernsthafte Ambitionen hatte.

Zwar griff Thomas Linhoff („der Meister der Kartoffeln“, so Pütt) kurzzeitig ins Geschehen ein. Doch der Wettstreit um die Königswürde 2009 war ein „Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen erster und dritter Kompanie“, wie Uli Pütt es formulierte. Gut 20 Minuten dauerte der Zweikampf, mit dem Philip Quante und Helmuth Schmücker den Zuschauern „eine super und ganz faire Schießveranstaltung geboten haben“, wie Oberst Girke nachher sagte. Mehr als einmal schien, begleitet vom Raunen des Publikums, der Vogel so gut wie gefallen zu sein, hing dann aber doch noch am sprichwörtlichen seidenen Faden.
Gut eine Stunde, nachdem Ex-Königin Koornstra die erste „Horrido“-Patrone abgefeuert hatte, war der Wettstreit dann entschieden - und Philip Quante konnte sein Glück kaum fassen. Er schien überwältigt, hatte erst nach einigen Momenten seine Sprachlosigkeit überwunden, als der Oberst ihm das Mikro reichte. Es sei „immer ein Traum“ gewesen, König zu werden, meinte das Spaßkapellen-Mitglied und sagte dann noch: „Wir wollen feiern, lasst uns einfach damit anfangen.“

Quelle: http://www.DerPatriot.de


 

Salutschüsse für das strahlende Königspaar

05.07.2009
Lippstädter Schützen feierten ihre Majestäten Jörg Ferkinghoff und Anne Koornstra und boten trotz sommerlich-heißer Temperaturen zackige Parade.

LIPPSTADT
  Ein kurzer Böllerschuss läutete für das amtierende Königspaar der Lippstädter Schützen gestern Nachmittag lautstark den Höhepunkt seiner einjährigen Regentschaft ein.Pünktlich um 14.15 Uhr, als die Blasmusik auf dem Rathausplatz kräftig aufzuspielen begann und die Fürstlich-Lippischen Schützen ihre Kanone für ein halbes Dutzend Salutschüsse zündeten, schritten die strahlenden Majestäten Jörg Ferkinghoff und Anne Koornstra unter den bewundernden Blicken zahlreicher Schaulustiger Seit an Seit die Rathaustreppe hinunter. Die Königin, die sich am Abend zuvor noch in Anlehnung an ihre niederländische Herkunft in „oranje“ präsentiert hatte, trug nun einen Traum in Weiß mit Perlenapplikationen und Schleppe.

Oberst Michael Girke freute sich, den jungen Majestäten 435 angetretene Schützen, 35 Offiziere, zwei Spielmannszüge und vier Musikkapellen melden zu können - eine stolze Zahl bei den sommerlich-heißen Temperaturen. „Der Sonnenschein hat auch Nachteile“, räumte Girke ein und versicherte Schützen und Gästen, dass der Verein seiner Fürsorgepflicht nachkomme und die Schützen bei den heißen Temperaturen „nicht länger als nötig schmoren lassen“ wolle. Eine Marscherleichertung gebe es nicht, hatte zuvor bereits Major Klaus Fürstenberg erklärt.

Den Schützen schien das Wetter nicht viel auszumachen. Sie boten auch in voller Montur (die Spielleute hatten ihre Jacken gleich zuhause gelassen) eine zackige Parade. Anschließend ging es für die Majestäten und ihr Gefolge durch die festlich geschmückte Innenstadt. Direkt hinter ihnen eingereiht hatten sich die Jubel-Königinnen Anneliese Spenner (50 Jahre), Marita Dröge (40 Jahre) und Elisabeth Rehmann (25 Jahre). Verstärkt wurde der Umzug zudem durch eine Abordnung des Geselligkeitsvereins am Mondschein.

In der Schützenhalle an der Bellevue hatte das Königspaar bereits am Samstagabend eine rauschende Ballnacht gefeiert. Knapp 400 Gäste konnte Oberst Michael Girke zum Festakt begrüßen. Dazu zählten unter anderem die Landtagsabgeordnete Marlies Stotz, Bürgermeister Christof Sommer, Dechant Karl-Heinz Peter und Pfarrer Thomas Hartmann sowie der stellvertretende Kreisoberst Willi Hoppe-Nucke. Ihre Aufwartung machten den Majestäten auch Abordnungen der Schützen des Nordens und Südens, aus Lipperbruch, Cappel und Lipperode.
„Wir sind nun am Höhepunkt unserer Regentschaft angekommen“, hatte König Jörg Ferkinghoff zu Beginn der Ballnacht betont. Noch ganz am Anfang seiner Regentschaft als Jungschützkönig der Stadtmitte steht David Rohling. Der 19-jährige hatte sich den Titel gestern Abend mit dem 105. Schuss gesichert, das Zepter errang Edin Schupp, die Krone Jerone Spouven.

Quelle: http://www.DerPatriot.de 


 

Noch im Bierparadies

27.04.2009
An ungewohntem Ort trafen sich am Freitag knapp 100 Mitglieder des Lippstädter Schützenvereins (LSV) zur Generalversammlung: Wegen des Jubiläums des Kreisschützenbundes hatte der LSV sein Treffen um eine Woche verschoben - und musste in den „Hülshoff“ umziehen. Eines bleibt vorerst: In Lippstadt leben Schützen „noch im Bierparadies“, wie Oberst Michael Girke formulierte. So werde man beim Schützenfest erneut 1,10 Euro fürs Glas Bier verlangen. Im Raum Gütersloh nähmen einzelne Vereine schon 1,30 Euro, hätten Brauereivertreter berichtet.Bei aller Vorfreude über das kommende Fest betrauerten die Schützen auch den Tod von Kameraden: Insbesondere gedachte Girke des Ehrenmajors Dr. Hermann Zillmer und des langjährigen Wirtes der 1. Kompanie in der „Bodega“, Willi Hillebrand, die in letzter Zeit verstorben waren. Beide hätten sich auf ihre Weise um den Verein verdient gemacht.


Einstimmig entlasteten die Schützen den Vorstand, nachdem dieser über ein wirtschaftlich solides Jahr 2008 Rechenschaft abgelegt hatte. Zwar wies der Abschluss zum 31. Dezember noch ein fünfstelliges Minus aus, allerdings erwartet Rendant Klaus Daccache eine erhebliche Steuerrückzahlung, sodass am Ende ein Minus im niedrigen vierstelligen Bereich übrig bleiben dürfte. Grund seien hohe Vorauszahlungen auf Basis des umsatzstarken Jubeljahres 2007, erläuterte Daccache. Nach Auskunft des Finanzamtes werde der LSV als ein Verein mit geringer Umsatzsteuer-Last in diesem Jahr von der Vorauszahlung freigestellt, gab der Rendant an.
Einen Rückgang verzeichnete der Verein bei den Beiträgen, was laut Daccache auf Rückrufe von Lastschriften und auf die vermehrte Beantragung des reduzierten Seniorenbeitrags zurückzuführen ist. Gut ein Drittel der 1043 Mitglieder ist älter als 60 Jahre. „Wir sind trotz aller Bemühungen immer noch ein relativ alter Verein“, sagte der Rendant.
Die Finanzlage etwas verbessern könnten die Schützen über das Auktionshaus eBay: Daccache berichtete, dass vom Jubelfest noch etwa 520 Jubiläumsorden und 550 „Spuren“-Hefte übrig seien. Die Vereinschronik soll nun über das Internet angeboten werden, kündigte Girke an.

 

Ehrenoberst feiert Jubelfest

31.01.2009
Friedhelm Brennecke wird 80 Jahre alt. Lippstädter Schützenverein mit geprägt

LIPPSTADT   Glaube, Sitte und Heimat sind die Grundprinzipien, auf die sich das Leben eines Schützenbruders stützen sollte. Bei Friedhelm Brennecke kommen noch Besonnenheit, Improvisationstalent und Flexibilität hinzu. Morgen feiert der ehemalige Oberst des Lippstädter Schützenvereins seinen 80.Geburtstag.Der gebürtige Lippstädter trat erst im Jahre 1970 dem Schützenverein bei. Bereits acht Jahre später wurde er zum Oberst gewählt. In Amt und Würden blieb er für 13 Jahre. In dieser Zeit hat Brennecke viel bewegt. So wurde unter seiner Regie die Halle an der Bellevue umgebaut und renoviert.

Vor nunmehr 19 Jahren übergab Friedhelm Brennecke den Oberstdegen an seinen Nachfolger Hubertus Linnhoff - der wiederum mittlerweile von Michael Girke abgelöst worden ist. Seither ist Brennecke auch in den Rang des Ehrenobersts aufgestiegen.
1950 hatte Brennecke sein Abitur am Ostendorf Gymnasium abgelegt. Es folgten eine Ausbildung und die Eröffnung seines Fachgeschäftes für Tapeten und Farben in der Poststraße. Bis 1992 führte Brennecke selbständig als Kaufmann den Laden.
Ein Hobby des Rentners ist das Reisen. So geht es häufig nach Norddeich ans Meer. Aber auch eine Reise zum Gardasee wird dem 80-Jährigen in guter Erinnerung bleiben.

Seinen Ehrentag feiert Friedhelm Brennecke mit seiner Familie. Das sind neben seiner Frau Marlies und den zwei Söhnen, auch Brenneckes fünf Enkelkinder.

 

Eiskristalle säumten den Thron

12.01.2009
Glanzvoller Winterball des Lippstädter Schützenvereins in der Festhalle an der Bellevue „vereint mit Holland und Westfalen zwei große Nationen des alpinen Wintersports“.

LIPPSTADT   „Holland und Westfalen, zwei ‚große Nationen des alpinen Wintersports´, vereinen sich hier in der Halle des Lippstädter Schützenvereins - das ist das Größte!“, stellte Oberst Michael Girke inmitten der weißen Winterpracht in der festlich dekorierten Halle an der Bellevue zu Beginn des Winterballs humorvoll fest.Beim „Aprés-Ski hier in unserer Tölpelhalle, einem absoluten Highlight der Winterball-Dekoration“, ließ der Oberst diesmal ein internationales Majestätenpaar hoch leben: Jörg Ferkinghoff, der amtierende König des Lippstädter Schützenvereins, und seine niederländische Mitregentin Anne Koornstra samt Prinzen Nikolaus Kaster und Reinhard Maas sowie dem gesamten Hofstaat fühlten sich sichtlich wohl auf der von beleuchteten Eiskristallen gesäumten Thronempore.

Oberst Girke wörtlich: “Seefahrer ‚Görch´ bereiste mit einem Riesenschiff das Ijsselmeer und entdeckte zwar keinen neuen Kontinent, sondern etwas viel Wichtigeres, nämlich seine Traumfrau!“
Damit meinte Girke jenen denkwürdigen Schiffsausflug der 3. Kompanie vor zweieinhalb Jahren, wo es „gefunkt“ hat. So symbolisiere das Königspaar ein vereintes Europa und trage zum Verständnis der Menschheit und somit zum Weltfrieden bei, sagte der Oberst. König Jörg, selbst aus einer schützenbegeisterten Familie stammend, zeigte sich in seiner Dankesrede mächtig stolz, die Königswürde zu tragen. Adjutant Ulrich Pütt bezeichnete in seiner launigen Laudatio die Damen als das charmante Rückgrat des Schützenwesens und überreichte den Müttern der Majestäten ein Präsent. Aus den Niederlanden waren auch die Mutter und der Bruder der Königin angereist.
Bürgermeister Christof Sommer begrüßte die deutsch-niederländischen Majestäten sogar mit eigens einstudierten holländischen Worten.

Nach dem offiziellen Teil, den das Hellinghauser Blasorchester unter Leitung von Klaus Stuckenschneider sowie das Tambourcorps des Lippstädter Schützenvereins unter Leitung von Andreas Bauhoff musikalisch begleitet hatte, eröffneten die Majestäten zu den schmissigen Klängen der Music and Fun-Gala- und Partyband den Ball.

 

Oberst für weitere drei Jahre im Amt

11.11.2008
LIPPSTADT   Sichtlich zufrieden mit der Arbeit ihres Vorstands zeigten sich die Mitglieder des Lippstädter Schützenvereins einschließlich des amtierenden Regenten Jörg Ferkinghoff auf ihrer gut besuchten herbstlichen Generalversammlung im Goldsaal des Hotels Drei Kronen. So stand der Wiederwahl von Oberst Michael Girke nichts im Wege. Die Versammlung bestätigte einstimmig ihren Primus für weitere drei Jahre im Amt.Auch die übrigen Wahlergebnisse des Deputiertengremiums konnte Michael Girke auf der Versammlung verkünden. So wurden durch Wiederwahl Hauptmann Eckhard Dönne (Schriftführer), Hauptmann Toni Rösch (Schießoffizier), Hauptmann Lutz Ferkinghoff (Gerichtsoffizier) und Leutnant Rolf Burger (langjähriger Schellenbaumträger) im erweiterten Vorstand bestätigt. Ex-König Dr. Forusan Madljessi, dem der Oberst ein herrliches Regentenjahr in bester Feier-Laune bescheinigte, wurde als Leutnant beim Stab gewählt, während Ulrich Pütt als Adjutant des Königs fungiert.


Neu gewählt wurden Marcus Grüne als Oberleutnant der 2. Kompanie, Axel Timmermann als Leutnant der 1. Kompanie, Thomas Rowlin und Thomas Neuschulz als Leutnant der 2. Kompanie, Karl Wilhelm Heinze als Leutnant der 3. Kompanie und Christoph Barnstorf-Laumanns als Leutnant der 4. Kompanie. Wiedergewählt wurden Dieter Rosenthal als Stabsfähnrich und Christian Heine als Fähnrich der 4. Kompanie. Dr. Gisbert Kley führt als neugewählter Deputierter der 1. Kompanie die Deputiertenversammlung an. Neu gewählt wurden auch die Deputierten Heinz Lammert (2. Kompanie) und Dieter Beumer (3. Kompanie), wiedergewählt Alfred Köhne (4. Kompanie). Die gewählten Kassenprüfer Andreas Weigeld (3. Kompanie) und Martin Dauk (4. Kompanie) ergänzen das Quartett der Kassenprüfer.


An alle neugewählten Amtsinhaber überreichte Oberst Michael Girke die entsprechenden Ernennungs-Urkunden, ehe er der Versammlung gestand: „Mir sind die Urkunden ausgegangen.“ Damit meinte er sich selbst. Chefdeputierter Dr. Gisbert Kley sprang gleich in die Bresche und übernahm mit einer launigen Laudatio den formellen Akt der Oberstbestätigung durch die Generalversammlung und feierliche Überreichung der Urkunde an Michael Girke.


Der wiedergewählte Oberst bedankte sich für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit und übernahm seinerseits noch eine Auszeichnung an Alexander Lüer: Für seine Königswürde als erster Jungschützenkönig des Vereins erhielt er die Schulterklappen des Vereins. Mit dieser Neuerung sei eine neue Tradition geboren worden, so Girke. Quasi als Belebung des Schützenfestsonntags wolle man auch künftig das Jungschützenkönig-Schießen beibehalten. Auch die traditionelle Polonaise werde wieder eingeführt.

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Thema eines weiteren Tagesordnungspunktes war ein Antrag zur Neuordnung der Beitragsstaffelung. Nach einer sachlich geführten Diskussion über die vom Rendanten dargestellten finanziellen Auswirkungen der Änderungsvorschläge stimmte eine große Mehrheit für den ermäßigten Beitrag von 20,-€ für junge Vereinsmitglieder bis 21 Jahre. Diese Ermäßigung bedeutet einen weiteren Schritt auf dem Weg, den Nachwuchs für das Schützenwesen zu begeistern und sowohl neue als auch bereits vorhandene junge Mitglieder in den Lippstädter Schützenverein zu integrieren.

 

Majore machen große Inventur

21.04.2008

Lippstädter Schützenverein schließt Jubiläumsjahr erfolgreich ab. Vor Versammlung geht Aufnahmeantrag des 1047. Mitglieds ein

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LIPPSTADT   Mit zahlreichen Festivitäten hat sich der Lippstädter Schützenverein im abgelaufenen Jubiläumsjahr, als man auf eine bis 1532 verbriefte Tradition zurückblicken konnte, glänzend nach außen präsentiert. Nach dem Willen der Generalversammlung soll der Verein nun gewissermaßen in sich kehren: Mehrheitlich beschlossen die Schützen am Freitagabend im Goldsaal des Hotels „Drei Kronen“ eine große Inventur. Der langjährige Rendant und jetzige Ehrenmajor Heinz Herting soll anhand der Kassenbücher vergangener Tage das genaue Sachvermögen ermitteln und beziffern. Major Klaus Fürstenberg und Ehrenmajor Günter Schmidt sollen prüfen, welche Wertgegenstände heute tatsächlich vorhanden sind.Damit folgte die Versammlung einem Antrag des Kassenprüfers Hans Karliner, den der Oberst gewohnt launig kommentierte: „Heinz Herting hat den einfacheren Part, der muss nur die Unterlagen durchwühlen“, sagte Michael Girke. „Wenn ich mir allerdings die Herren Schmidt und Fürstenberg vorstelle, wie die durch die Ecken kriechen und die Stühle zählen - da freue ich mich schon drauf.“
Karliner hatte dem Rendanten Klaus Daccache zuvor eine tadellose Buchführung bescheinigt. Dieser Befund mündete in die Entlastung des gesamten Vorstandes. Zugleich trugen die Schützen dem Rendanten auf, künftig in der Herbstversammlung einen Haushaltsplan für das jeweils folgende Geschäftsjahr vorzulegen.
Das Jubeljahr schlug sich auch im Bericht des Rendanten nieder. Daccache vermeldete den fast 90 anwesenden Schützen Einnahmen und Ausgaben, die gut doppelt so hoch waren wie im Vorjahr. Unterm Strich ergab sich aus dem laufenden Geschäft ein „nahezu ausgeglichener Abschluss“, wie Daccache sagte. Dank einer außerordentlichen Einnahme sprang am Ende gar ein Plus im niedrigen fünfstelligen Bereich heraus.
Die Jubiläumsbilanz wies freilich noch einen weiteren Erfolg aus: Erstmals durchbrach die Zahl der Schützen wieder die 1000er-Marke. Vor der Versammlung nahm Daccache den Aufnahmeantrag des 1047. Schützen entgegen. Grund genug, auch das Festprogramm auszuweiten: Am Sonntagnachmittag werden die Mitglieder bis zum Alter von 25 Jahren in diesem Jahr einen eigenen Jungschützenkönig ermitteln, wie Oberst Girke mitteilte.

"Der Patriot" vom 21.04.2008


 

Blütentraum wurde wahr

14.01.2008
„Für mich soll's rote Rosen regnen“, sang Dagmar C. Weinert zum Königstanz von Dr. Forusan und Claudia Madjlessi, während der Hofstaat Blüten regnen ließ.

Einen traumhaften Winterball erlebten der Regent und seine Königin Claudia am Samstag auch in der Festhalle an der Bellevue. Über ihrem weißen Thron schwebte eine mit Rosen bekränzte güldene Krone, reich gefüllte Körbe mit Äpfeln, Birnen, Orangen, Melonen und mehr deuteten auf die Wurzeln der Majestäten in Westfalen und im Orient hin. „Ich stehe“, versicherte Madjlessi nach sechs Monaten als Herrscher in Grün, „mit beiden Beinen fest in den Wolken.“

 
 
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